Tödliches Rätsel von Paul Harding

Paul HardingUnter den Pseudonym Paul Harding veröffentliche Paul Doherty eine Serie von Kriminalromanen die im London des 14. Jahrhundert spielen. Seine Serienhelden Bruder Asthelan und der Dominikanermönch John Cranston, ein Untersuchungsrichter lösen hier die schwierigsten Fälle.Diese blendend recherchierten und lebendigen Mittelalterkrimi`s  erschienen auf dem deutschen Markt zwischen 1991 und 2000.

Ich gebe euch hier einen kleinen Vorgeschmack des oben genannten Buches:

Prolog:

Edwin Chapler, Schreiber in der Kanzlei vom Grünen Wachs, saß in der kleinen,muffigen Kapelle, die mitten auf der London Bridge stand. Draußen war die Sonne untergegangen, aber der Himmel war noch blutrot. So leuchteten die Sterne nur blaß, und die Einwohner von London hatten einen Vorwand, weiter Handel zu treiben, zu spielen oder Arm in Arm am Flußufer entlangzuspazieren. Schenken und Herbergen waren voll. Die Lieder aus den Bierkneipen hallten durch das Gewirr der Straßen. Leiden und Hunger des Winters waren jetzt vergessen; die Ernte war gut gewesen, und auf den Märkten herrschte geschäftiges Treiben. Erwin Chapler aber war das Herz schwer, und so würde es jedem Mann ergehen, wenn er der Wahrheit ins Auge schauen müßte und sie doch niemandem erzählen könnte. Er schaute sich in der Kapelle um.Am vorderen Ende war der kleine Chor, zur Linken stand ein Marieenaltar und zur Rechten eine große Statue von St. Thomas a`Becket, dem ein Schwert grotesk in den Schädel getrieben war. “ Ich sollte im *Bäckerdutzend* sitzen, flüsterte Chapler. „Sollte einem Fiedler zuhören und mich fragen, ob Alison wohl zu seiner Musik tanzen könnte.“

Er war hergekommen, wie er es oft tat – um Anleitung zu suchen. Aber er konnte nicht beten. Er öffnete den Mund, doch es kam kein Wort heraus. Er schaute hinauf zu dem buntbemalten Glasfenster. Im rasch verblassendem Licht des Tages wand sich der gemarterte Christus an seinem Kreuz.

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Wie ihr seht, geht selbst der Prolog schon so spannend zu Sache, daß man einfach nicht aufhören kann zu lesen.

Sehr schade finde ich, daß Paul Doherty seit längerem keine neuen Romane mehr schreibt, und die, die noch nicht auf deutsch übersetzt wurden, lassen in den deutschen Verlagen lange auf sich warten.

Bekannt ist, das Übersetzungen bei uns ewig lange liegen, weil angeblich zuwenig Übersetzer in den Verlagen beschäftigt sind. Für den deutschen Büchermarkt ist das weniger gut, wenn man an all die amerikanischen Serien denkt die nur darauf warten übersetzt zu werden, kann man sich ausrechnen wieviel Jahre ins Land gehen ehe wir hier eine Serie zuende gelesen haben.

Schade….

doto

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