Archiv | 7. Juni 2009

Musashi von E.Yoshikawa

musashiMan könnte „Musashi“ durchaus das japanische „Vom Winde Verweht“ nennen. Der umfangreiche historische Roman von Eiji Yoshikawa (1892-1962) einem der furschtbarsten und meistgelesenen Schriftsteller Japans, erschien zwischen 1935 und 1939 in Fortsetzungen in der „Asahi Shimbum“ der größten und angesehensten Tageszeitung Japans. In Buchform erschien der Roman in vierzehn Ausgaben; die jüngste umfaßt vier Bände der 53-bändigen Gesamtausgabe, die der Kodansha-Verlag herausgebracht hat. Der Roman wurde siebenmal verfilmt und häufig auf der Bühne inszeniert. Drei überregionale japanische Fernsehgesellschaften produzierten Musashi-Serien.

Miyamoto Musashi ist eine historische Figur, die durch Yoshikawas Roman in die japanische Folkklore einging. Musashi und die übrigen Protagonisten des Buches sind in der japanischen Öffentlichkeit so bekannt, daß in Unterhaltungen häufig lebende Personen mit ihnen verglichen werden. Dem nichtjapanischen Leser liefert der Roman nicht nur einen romantisch verbrämten Ausschnitt der japanischen Geschichte, sonder nvermittelt auch einen Eindruck vom Nationalgefühl und Geschichtsdenken der Japaner. Vor allem aber wird „Musashi“ den Leser fesseln als verwegener Abenteuerroman, untermalt von den zarten Klängen einer feröstlich-verhaltenen Liebesgeschichte.

Das oben kurz beschriebene Nachwort findet auf 8 Seiten statt, deshalb hier nur ein kurzer Auszug.

Diesen Roman oder besser beschrieben geschichtlichen Roman, habe ich bereits vor vielen vielen Jahren gelesen, wenn nicht, sogar bereits vor Jahrzehnten.

Er ist der „Inbegriff“ eines echten Samurai- Romanes, leider nur knapp 800 Seiten dick. Leider, deshalb weil es zur Sucht wird, diesen Epos zu lesen. Das Buch von mir ist bereits stark vergilbt und abgenutzt, ich kann es trotzdem nicht weggeben. Nie wieder habe ich einen Autor gefunden, der so lebendig und farbenfroh ein Buch schreiben kann.

Aber, wem erzähle ich das… Musashi ist so bekannt, daß ich glaube , jeder der liest hat auch „MUSASHI“ gelesen…..

doto

Das Schwert in der Stille v. Lian Hearn

Das Schwert in der StilleBislang hatte Takeo nicht gewusst, was Menschen einander antun können, nicht von den wilden Schlachten des Clans. Doch dann wird seine Familie ermordet und er selbst entkommt nur knapp dem Tod. Otori Shigeru vom Clan der Otori ist es, der ihn rettet – mit dem Schlangenschwert in der Hand. Von ihm lernt Takeo die Bräuche der Clans und gerät dabei immer tiefer in eine Welt der Lüge, der Geheimnisse und der Rache….

Der Clan der Otori umfasst drei Bücher, die von einem imaginären Land in einer feudalen Epoche erzählen. Weder der Schauplatz noch das Zeitalter sollen mit einer wahren historischen Epoche übereinstimmen, obwohl Anklänge an viele japanische Sitten und Traditionen zu finden sind und Landschaft und Jahreszeiten den japanischen entsprechen. Nachtigallenböden sind wirkliche Erfindungen und wurden auf dem Gelände vieler Herrenhäuser und Tempel gebaut; die berühmtesten Beispiele sind in Kyoto  bei Schloss Nijo und ChionÌn zu sehen. Ich habe den Orten japanische Namen gegeben, doch sie stehen selten im Zusammenhang mit tatsächlichen Orten; Ausnahmen sind Hagi und Matsue, die mehr oder weniger in ihrer realen geographischen Lage angesiedelt sind. Die Romangestalten sind alle erfunden bis auf den Künstler Sesshu, der sich unmöglich nachbilden lässt.

Puristen vergeben mir hoffentlich die Freiheiten, die ich mir genommen habe. Meine einzige Entschuldigung ist, dass es sich hier um ein Werk der Phantasie handelt.  (Lian Hearn)

Dies war mal wieder eine Trilogie nach der ich lange suchte. Ein Roman im alten Samurai Stil geschrieben mit viel Hintergrundwisssen zur Ausbildung eines Samurai. Die Geschichte selber sehr spannend geschildert , flüssig geschrieben ohne wiederholende Blöcke. Die Bände greifen nahtlos ineinander über . Das Leben des kleinen Takeo läßt einen von der ersten SEite an nicht mehr los. Mein Glück war es, daß bereits 2 der Bände erschienen waren als ich diese Reihe entdeckte, so mußte ich nicht lange auf den Schlussband warten, obwohl ich hier gleich nach Erscheinen, dass Hardcoverbuch kaufte, konnte einfach nicht das TB abwarten.

Wer also japanische Geschichte mag, Samuraibücher sowieso dem kann ich hier nur raten zu zugreifen.

Fazit: Besonders lesenswert!

doto

Noch`n Witz

Ein Vertreter, eine Büroangestellte und ein Personalchef gehen mittags aus dem Büro in Richtung eines kleinen Restaurants und finden auf einer Sitzbank eine alte Öllampe. Sie reiben an der Öllampe und wirklich entsteigt ihr ein Geist: „Normalerweise gewähre ich drei Wünsche, aber da ihr zu dritt seid, hat jeder einen Wunsch frei!“

Die Büroangestellte drängt sich vor und gestikuliert wild: „Ich zuerst! Ich! Ich möchte auf einem herrlich schönen Strand auf den Bahamas sein, der Urlaub soll nie enden, keine einzige Sorge soll mir mein schönes Leben vermasseln“. Und – hopp – verschwindet auch schon die Büroangestellte.

Der Vertreter will nun an die Reihe kommen: „Ich jetzt, ich! Ich will mit der Frau meiner Träume an einem Strand in Tahiti eine Pina Colada schlürfen!“ Und – hopp – verschwindet der Vertreter.

„Nun kommst du dran“ sagt der Geist zum Personlalchef.

„Ich will, dass die beiden nach dem Mittagessen wieder im Buero sind“.

doto

Noch`n Witz

Habe mich heute entlassen.
Aus dem Tagebuch einer Ich-AG.

16. Juni: Habe endlich die Firma gegründet. Auf die Ausschreibung für die Stelle kam nur eine Bewerbung. Meine. Das Bewerbungsgespräch verlief positiv. Ich entspreche genau meinen Vorstellungen. Trotzdem Vorsicht: Habe vier Wochen Probezeit vereinbart.

2. Juli: Erste Zwischenbilanz nach 14 Tagen: Es läuft. Zwar noch nicht so besonders, aber doch irgendwie. Aber es wird schon, da bin ich mir einig.

26. Juli: Das Geschäft brummt! Habe eigentlich eine Woche Urlaub beantragt. Kann ich aber einfach nicht genehmigen. Muß ich mir noch sensibel nahe bringen. Aber die Kunden gehen vor.

13. August: Muß dringend mit mir übers Geld reden. Kann ja nicht so sein, daß ich einerseits Gewinn mache (Einzelheiten erfährt man ja nicht als Angestellter), während andererseits mein Gehalt stagniert. Was wäre ich denn ohne mich?

17. August: Habe mich heute früh über mich aufgeregt. Mehr Gehalt – das kann wohl nicht wahr sein. Erst mal muß ich doch Kapital ansammeln, damit ich investieren kann. Aber das werde ich mir schon noch beibringen. Wahrscheinlich muß ich die Zügel ein bißchen anziehen. Sonst komme ich noch auf die Idee, einen Betriebsrat zu bilden.

21. August: Heute früh zwei Stunden Warnstreik. Wenn ich es anders nicht kapiere, dann ziehe ich eben einen knallharten Arbeitskampf durch. Keinen Urlaub, keine Gehaltserhöhung – nicht mit mir.

22. August: Warnstreik! Na warte. Da gibt’s eine gediegene Aussperrung.

23. August: Ha, jetzt habe ich’s mir gezeigt! Mit Aussperrung hatte ich nicht gerechnet. Aber die Firma kann sich keine Pause leisten. Deshalb brauche ich einen Streikbrecher. Am besten mich, ich kenne mich ja aus. Ich als Streikbrecher – da werde ich Augen machen.

26. August: Habe mit eigenen Ohren gehört, wie ich mich »Dummes Schwein« genannt habe. Habe es mir sofort gemeldet, denn den Chef zu beleidigen stört eindeutig den Betriebsfrieden.

27. August: Die Beleidigung hat Folgen – habe mir eine Abmahnung erteilt. Noch einmal, und ich bin entlassen.

17. September: Seit dem Streikbrecher-Einsatz und der Abmahnung ist Ruhe in der Firma – kein Gemecker mehr, keine Gehaltsforderungen. Man muß eben mal die Instrumente zeigen.

21. Oktober: Ich gehe an die Börse. Wenn schon Ich-AG, dann richtig. Spiele mit dem Gedanken, alle Aktien selbst zu kaufen, damit mir keiner reinquatschen kann.

3. November: Der Börsengang war ein voller Erfolg. Die Aktien gingen weg wie warme Semmeln. Bin allen anderen möglichen Käufern zuvorgekommen. Tja, clever muß man sein. Jetzt bin ich nicht nur Inhaber und Geschäftsführer, sondern auch Vorstandsvorsitzender. Und Vorsitzender des Aufsichtsrates.

14. Dezember: Irgendwie klemmt das Geschäft im Moment. Liegt es am Wetter? Oder an der Vorweihnachtszeit?

16. Dezember: Jetzt weiß ich, woran es liegt: Die Lohnnebenkosten sind zu hoch. Habe mir das unmißverständlich klargemacht. Ja, wenn ich ein Türke wäre oder ein Pole, da wär’s vielleicht billiger. Aber so – ich habe zu hohe Ansprüche.

3. Januar: Mußte mir eine Gewinnwarnung geben. Jetzt regt sich der Aktionär auf. Und der Aktienkurs fällt. Da werde ich wohl am Personal sparen müssen.

4. Januar: Kurzarbeit. Das fehlte noch. Andererseits – ich könnte mich nach einem Nebenjob umsehen. Vielleicht mache ich auch Schwarzarbeit bei mir.

7. Januar: Habe mich heute entlassen. Der Aktionär jubelt – der Kurs ist kurzzeitig nach oben geschnellt. Shareholder Value ist eine tolle Sache.

12. Januar: Habe viel Zeit. Werde noch eine Firma gründen, gehe damit auch an die Börse, kaufe mir gegenseitig die Anteile weg. Das erzeugt Nachfrage und jagt den Kurs hoch. Obwohl – vielleicht sind das verbotene Insidergeschäfte? Egal, Hauptsache es bringt Gewinn. Außerdem, wenn ich dicht halte, kommt es nie raus.
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doto

Zum Schmunzeln

Ein Polizeiwagen steht abends routinemässig vor einer Kneipe. Plötzlich
öffnet sich die Tür der Kneipe und ein offensichtlich sturzbetrunkener Gast torkelt auf den Parkplatz heraus. Der Polizeibeamte beobachtet grinsend wie der Mann von Auto zu Auto schwankt und jedes Mal versucht den Wagen aufzuschliessen. Nach fünf Versuchen hat er endlich sein Auto gefunden, öffnet die Fahrertür und legt sich erstmal flach auf Fahrer- und Beifahrersitz. In der Zwischenzeit verlassen einige Gäste die Bar, steigen
in ihre Autos und fahren weg. Der Betrunkene rappelt sich auf und schaltet
die Scheibenwischer ein (obwohl es ein schöner trockener Sommerabend ist). Danach betätigt er den Blinker, schaltet den Scheibenwischer auf schnell, macht Licht und das Radio an, den Blinker wieder aus und drückt die Hupe.
Schliesslich startet er den Motor und macht den Scheibenwischer wieder aus. Er fährt ganz langsam einen halben Meter vorwärts und dann wieder einen halben Meter rückwärts und steht dann wieder für ein paar Minuten als weitere Gäste das Lokal verlassen und wegfahren. Endlich fährt er langsam auf die Strasse.
Der Polizist, der das Schauspiel geduldig und amüsiert beobachtete fährt dem Mann hinterher, schaltet das Blaulicht ein und stoppt den Betrunkenen, welcher sogleich einen Alkoholtest machen muss. Zu der grossen Überraschung des Polizisten ist der Test negativ, worauf er den Mann bittet auf den Polizeiposten mitzukommen da etwas mit dem Alkoholtestgerät nicht stimmen könne. „Das bezweifle ich“ sagte der scheinbar Betrunkene „denn heute war ich dran mit Lockvogel spielen damit alle andern besoffen wegfahren konnten.“

doto