Archiv | 2. August 2009

Briefe in die Chinesische Vergangenheit v. Herbert Rosendörfer

Herbert RosendörferKurzbeschreibung
Ein Mandarin aus dem China des 10. Jahrhunderts versetzt sich mit Hilfe eines »Zeit-Reise-Kompasses« in die heutige Zeit. Er überspringt nicht nur tausend Jahre, sondern landet auch in einem völlig anderen Kulturkreis: in einer modernen Großstadt, deren Name in seinen Ohren wie Min-chen klingt und die in Ba Yan liegt. Verwirrt und wißbegierig stürzt sich Kao-tai in ein Abenteuer, von dem er nicht weiß, wie es ausgehen wird. In Briefen an seinen Freund im Reich der Mitte schildert er seine Erlebnisse und Eindrücke, erzählt vom seltsamen Leben der »Großnasen«, von ihren kulturellen und technischen Errungenschaften und versucht Beobachtungen und Vorgänge zu interpretieren, die ihm selbst zunächst unverständlich sind.

Dieses kleine etwas unscheinbare TB habe ich mir von meinem Sohn ausgeliehen, der es , leider, nicht lesen wollte!! Leider muß ich sagen, denn mir hat dieses TB sehr viel Freude bereitet, an manchen Passagen mußte ich wirklich herzhaft lachen, zu komisch in welche Situationen sich dieser Mandarin aus einem längst vergessenem Kaiserreich bringt.

Hier ein kurzer Auszug aus einem seiner vielen Briefe an seinen Freund:

In dem Gefängnis, das offenbar gleichzeitig die Befehlszentrale der SChergen ist, wurde ich einem Oberschergen vorgeführt. Vorher hatte mir ein SCherge meine Reisetasche weggenommen und sie durchsucht. Als ich durch die langen, finsteren, ranzig riechenden Gänge geführte wurde, trug ein Scherge meine Reisetasche; gewiß nicht aus Höflichkeit.

Dem Oberschergen gegenüber machte ich gar nicht mehr den Versuch einer Anrede. Ich schwieg und verbeugte mich nur immer ein wenig, wenn er etwas sagte. Er aber redete mich in der sehr lauten, harten und unmelodiösen Sprache unserer unglückseligen Nachkommen an. Auf seinem Gesicht machte sich Ratlosigkeit bemerkbar. Ich mußte mich auf eine schmutzige Holzbank setzen. Die Reisetasche stellte man – als offenbar ungefährlich – neben mich hin. Unzählige Schergen kamen, scheinbar beiläufig, in den Raum, um mich anzustarren. Ich mußte, trotz meiner demütigen Lage, lachen. Eine zeitspanne für das alles kann ich nicht angeben. Aber es war, nachdem vier Dolmetscher vergeblich mit mir ihr Glück versucht hatten, da brachte mir – es war sicher freundlich gemeint – ein Unterscherge einen Teller aus gewalztem Eisen, in dem einige Dinge waren, die ich nach längerem Hinsehen für als eßbar gedacht zu erkennen meinte. Er drückte mir auch ein Gerät in die Hand – inzwischen habe ich solche Geräte kennengelernt, davon später; das auch aus gewalztem Eisen war. Das Gerät heißt Gan-Bal. Wohlweislich fassen sie hier ihre Speisen nicht mit den Händen an, sondern führen sie mit solchen Gan-Bal Geräten zum Mund. Ich hatte vor Aufregung und Schrecken nicht den geringsten Hunger.

Mit solchen lustigen Köstlichkeiten wie die Gan-Bal (Gabel) oder das A-Tao(Auto) und die Stadt Min-chen welche in Ba yan liegt , sind die vielen Briefe in die Vergangenheit gespickt und entlockt uns ein herzhaftes Lachen.

Mein Fazit: ein Leckerbissen für Zwischendurch und äußerst lesenswert!!

doto

Schalke 04 – TSV Germania Windeck

Gestern abend hatte ich das Vergnügen live bei diesem Spiel dabeizusein.  Beruflich mußte ich eine Gruppe zu diesem Pokalspiel begleiten , es war das reine Vergnügen!!

Bisher glaubte ich immer die Kölner Fan`s wären verrückt, aber die Schalker sind noch viel verrückter, obwohl im Rhein-Energiestadion nur 16.000 Plätze verkauft waren, dieses fasst ja bekanntlich 50.000 Plätze, ging dort so richtig die Post ab. Die Schalker Fan`s brüllten sich während des ganzen Spiel`s die Seele aus dem Leib und das Stadion stand unter Dauerbeschuß der Schalker Fan`s. Hier wurde getrommelt und gerasselt was das Zeug hält. Der Stadionsprecher hat seine liebe Not überhaupt eine Durchsage an den Mann zu bringen.

Während des gesamten Spieles wurde der Gesang der SChalker nicht ein einziges Mal unterbrochen. Die Fan`s der gegenerischen Mannschaft hatten keine Chance ihre eigenen Jung`s anzufeuern, und wenn sie doch mal ansetzten um ihren Schlachtruf loszuwerden, wurden sie gnadenlos von den Schalker`n übertönt.

Sehr interessant fand ich persönlich mal zu sehen wie oft und wie lange Felix Magath sich auftregen kann, wenn seine Mannschaft nicht so spielt wie er es gerne sehen würde, diese Szenen kann man ja leider im Fernsehen nicht verfolgen. Gewundert hat es mich außerdem wie klein doch so mancher Spieler in Wirklichkeit ist, so etwas kommt auf dem Bildschirm auch nicht rüber.

Das Polizeiaufgebot war wirklich enorm, ganze Mannschaften standen in Reih und Glied nicht nur im , sondern auch vor dem Station, man fühlte sich wirklich eingekesselt von soviel Staatlicher Macht, eigentlich sollte dies ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, bei mir jedenfalls war dies nicht der Fall, je mehr Polizei mit Schlagstock und Helm hinter mir stand, desto größer wurde meine Furcht. Kein einziger dieser Polizeibeamten konnte sich hinreißen lassen, mal ein wenig zu lächeln, jeder machte ein grimmiges Gesicht und unterstrich damit noch mehr mein Unbehagen.

Mein Fazit:  obwohl Schalke Fan, ziehe ich ein gutes Spiel im Fernsehen vor, diese Welt ist nichts für mich.

doto