Archiv | 25. März 2010

Krankenhaus ohne Nachtwache?

Das unser Krankensysthem arg gebeutelt ist, wissen wir bereits seit längerem. Das aber folgende Geschichte tatsächlich in meinem Bekanntenkreis Tatsache ist, bringt mich mal wieder ordentlich auf die Palme.

Der Mann von dieser Bekannten die mich gestern abend verzweifelt anrief , liegt seit einiger Zeit in einem großen Krankenhaus in Köln. Hier passierte es, das dieser in der Nacht bereits einige male aus dem Bett fiel, zum Glück ist hierbei nichts geschehen. Gestern jedoch riet man meiner Bekannten eben aus diesem Grund eine Nachtwache zu engagieren, die…. natürlich von privat bezahlt werden soll.

Mein erster Gedanke war HÄ????  ein Krankenhaus ohne Nachtwache???  Da ich bereits seit vielen Jahren in der Krankenpflege tätig bin und meine Bekannte mich eben für diesen Job haben wollte, mußte ich ihr erst einmal klar machen das es nicht Sache der Patienten ist in einem Krankenhaus für Nachtwachen zu sorgen.

Ich war sogar dermaßen wütend darüber das ich am liebsten selbst tätig geworden wäre. In einem längerem Gespräch machte ich also klar, dass zuerst einmal die Krankenkasse informiert werden sollte ob solcher Zustände in einem großen Krankenhaus, zumal besagter Patient „PRIVATPATIENT“  ist.

Sind wir in Deutschland schon soweit gekommen, dass in Krankenhäusern der Patient für sein eigenes Wohl Privatleute engagieren muss um eben in diesem nicht Schaden zu nehmen???

Würde dieser Fall in meiner Familie eintreten, ich würde alles erdenkliche unternehmen , angefangen von Krankenkasse bis zu berichten in der Zeitung um das an die große Glocke zu hängen.

Unfaßbar für mich das so etwas in Deutschland möglich ist!!!

doto