Montag von Garth Nix

Aus der Amazon.de-Redaktion

Je nachdem, wie man es sieht, ist dieser Montag für Arthur Penhaligon tatsächlich ein schwarzer Montag. Gerade hat der Junge, der eben erst an eine neue Schule gekommen ist, auf dem Sportplatz wieder eine berüchtigte Asthmaattacke, da durchzuckt ein Lichtblitz den Himmel und gibt den Blick auf einige merkwürdige Wesen frei. Ein seltsamer Mann im Frack schiebt einen nicht minder seltsamen Rollstuhl vor sich her, in dem ein scheinbar überaus müder und gelangweiter Schönling namens Montag sitzt. Dieser übergibt Arthur einen merkwürdigen Minutenzeiger, und damit fangen die Probleme an. Plötzlich wird der Junge verfolgt von geflügelten Boten und hündischen Wesen, die versuchen, ihm das Zauberding nebst einem kleinen Büchlein wieder abzujagen. Über ein merkwürdiges Haus, das sich mit dem Zeiger öffnen lässt, gelangt Arthur in ein Paralleluniversum, in dem sich alles um Texte dreht. Hier muss die Lösung zu einem wirklich lebensbedrohlichen Problem zu finden sein. Denn mit den hündischen Wesen ist auch eine bisher unbekannte Seuche von der anderen Seite über die Menschheit gekommen. Der Schlüssel zur Rettung der Welt liegt also buchstäblich in Arthurs Händen.

Glücklicherweise ist der Montag für Arthur nicht nur schwarz. Denn der Zauberzeiger gibt dem eigentlich schon todgeweihten Asthmatiker auch Kraft zum Weiteratmen. Er gewinnt Freunde im Dies- und Jenseits, die ihm helfen. Und er macht Bekanntschaft mit dem wortgewaltigen „Vermächtnis“ (witzigerweise in Form eines Frosches, der einigen Protagonisten im Hals sitzt), dem es gelungen ist, aus einer fast ewig scheinenden Gefangenschaft auszubrechen. Das alles klingt überaus phantastisch und ist es auch. Aber so, wie der australische Autor Garth Nix seine Geschichte entwickelt, wirkt sie nicht nur schlüssig, sondern auch Atem beraubend spannend. Einziger Wermutstropfen ist das misslungene Titelbild, das eher einem amerikanischen Fantasy-Film entsprungen zu sein scheint, in dem der Held mit seinen Fehlern, Ängsten und Schwächen in verfälschender Weise gegen einen gut aussehenden, durchaus sportlichen Schauspieler ausgetauscht worden ist. Da sind die von Daniel Erle geschaffenen Innenillustrationen, die einen ganz anderen Arthur zeigen, weitaus gelungener.

Eigentlich nicht so mein Genre, aber mein Sohn hat mir dieses Buch so empfohlen, dass ich neugierig wurde und wenigstens einmal reinschauen wollte.

Nun , mit den ersten paar Seiten habe ich mich schwer getan, doch dann konnte man einfach nicht mehr aufhören zu lesen.  Dieser Stoff, zwischen Fantasy und Wirklichkeit ist einmal etwas ganz anderes. Die Reihe beginnt mit dem Montag und hört mit dem Sonntag auf, jedes Buch in sich abgeschlossen und wieder auch nicht… Es wird nicht gemordet und geplündert, keine Schlachten geschlagen oder Menschen misshandelt. Alles in allem also auch ein Buch für die Jugend, durchaus interessant geschrieben für Erwachsene ein Buch zum abschalten und fallen lassen.

doto

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