Willkommen zur neuen Studie v. Dialegio.de

hiermit lade ich euch herzlich zur neuen Studie von dialegio.de ein. Diesmal geht es um den Bildungsauftrag der öffentlichen Medien.

Mein Dank geht natürlich an panel.dialegio.de die es mir ermöglichen ihre Studien auf meinem Blog zu veröffentlichen.

Herzlich Willkommen zu unserer Studie – Mai 2010

Thema: Fernsehen und Bildung

Ziel der Studie ist es, herauszufinden, wie groß das Interesse der Befragten an Sendungen mit Bildungsinhalten ist, auf welchen Kanälen diese Sendeformate geguckt werden und inwieweit nach Ansicht der Verbraucher die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ihren Bildungsauftrag erfüllen.

Einblicke in die Studienergebnisse:

Das Interesse an Sendungen mit Bildungsinhalten ist groß. Die Top Drei sind: Nachrichten (98 %), Wissenschaftsmagazine (94 %) und Dokumentationen über Tiere und Natur (92 %). Bei keinem der acht abgefragten Bildungs-Sendeformaten liegt das Zuschauerinteresse unter 68 %. Betrachtet man die Einschaltfrequenz (täglich bis wöchentlich), dann bleiben Platz eins – Nachrichten (89 %) und zwei – Wissenschaftsmagazine (52 %) bestehen, Platz 3 belegen Politische Magazine (43 %). Bei Dokumentationen über Geschichte, Kultur und Länder liegt die Zuschauerfrequenz bei 40 %. Weit abgeschlagen finden sich Politische Talkrunden (30 %). Sie werden gemessen an der Häufigkeit des Angebots relativ selten geguckt. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass 17 % derer, die dieses Sendeformat nicht gucken, angeben, dass Politische Talkrunden zu spät abends gesendet werden. Von den Befragten, die keine Wissenschaftsmagazine, Ratgebersendungen und Politischen Talkrunden gucken, gibt ein Viertel an, zu diesen Themen lieber Bücher zu lesen. Politische Talkrunden werden von 20 % derer, die dieses Format nicht gucken als anstrengend empfunden. Von den Befragten, die keine Nachrichten gucken, begründen 50 % der 14-29 Jährigen das damit, dass sie Nachrichtensendungen langweilig finden. Befragt, auf welchem Sender die Deutschen bestimmte Sendeformate sehen, zeigt sich, dass, sofern es um Nachrichtensendungen geht, die Zuschauerfrequenz der öffentlich-rechtlichen (78 %) immer noch deutlich vor den Privaten (55 %) liegt. Zudem gibt ein Drittel (30 %) der Befragten an, Nachrichtensendungen auf den regionalen öffentlich-rechtlichen Sendern zu gucken. Bezahlsender führen nach wie vor ein Nischendasein, sie liegen noch hinter den digitalen Spartenkanälen. Betrachtet man die Aufbrüche nach Alter, so zeigt sich, je jünger die Befragten sind, desto mehr werden private Sender geguckt. Dies trifft neben Nachrichtensendungen ebenso für Wissenschaftsmagazine und Politische Magazine zu. Digitale Spartenkanäle werden am ehesten von den Befragten ab 30 Jahre genutzt. Viele Befragte wünschen sich zur besten Sendezeit zwischen 20:00 Und 22:00 Uhr mehr Sendungen mit Bildungsinhalten. Besonders Formate wie Wissenschaftsmagazine (70 %) und Dokumentationen über Geschichte, Kultur und Länder (57 %). In der Frage, ob die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ihren Bildungsauftrag erfüllen, sind die Zuschauer gespalten. Gerade mal die Hälfte der Zuschauer findet den Bildungsauftrag erfüllt, vor allem die Zuschauer ab 50 Jahre. Die Jüngeren sind da kritischer, vor allem die 30 bis 49 Jährigen. Aus dieser Altersgruppe sagen 51 %, der Auftrag sei nicht erfüllt.

Zur Studie:

Frage 1:

Sehen Sie fern?

Basis: 1000 Befragte

=> Trotz umfangreicher Möglichkeiten eines Fernsehempfangs über das Internet nutzt die große Mehrheit der Deutschen zum Fernsehen immer noch das Fernsehgerät. Immerhin ein Fünftel guckt übers Internet.

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Frage 2:

Welche der folgenden Sendungen mit Bildungsinhalt schauen Sie sich an?

Basis: 922 Befragte, die fernsehen, (mehrere Antworten möglich)

=> Das Interesse an Sendungen mit Bildungsinhalten ist groß.

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Frage 3:

Wie häufig sehen Sie die unten stehenden Sendeformate im Fernsehen?

Basis: 922 Befragte, die fernsehen

=> Die am häufigsten geschauten Sendungen mit Bildungsinhalten (täglich bis wöchentlich) sind: Nachrichten, Wissenschaftsmagazine und Politische Magazine. Weit abgeschlagen finden sich Politische Talkrunden.

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Frage 4:

Sie haben angegeben, dass Sie zumindest eins der angegebenen Formate nie schauen. Warum schauen Sie diese Sendeformate nie im Fernsehen?

Basis: n= siehe rechts, Befragte, die ein bestimmtes Format nicht gucken, (mehrere Antworten möglich)

=> Wenn bestimmte Sendeformate nicht geschaut werden, so ist es meist eine Frage mangelnden Interesse. Der späte Sendezeitpunkt ist am ehesten bei Politischen Talkrunden und bei Wirtschaftsmagazinen ein Problem.

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Frage 5:

Sie haben angegeben, dass Sie zumindest eins der angegebenen Formate schauen. Auf welchen Sendern sehen Sie sich diese Sendung an?

Basis: n= siehe rechts, Befragte, die ein bestimmtes Format gucken, (mehrere Antworten möglich)

=> Wenn es um Nachrichtensendungen geht, liegen die öffentlich-rechtlichen Sender bei den Zuschauerzahlen immer noch deutlich vor den Privaten. Bezahlsender führen nach wie vor ein Nischendasein, noch hinter den digitalen Spartenkanälen.

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Frage 6:

Wünschen Sie sich mehr Sendungen dieses Formats im Fernsehen zur Sendezeit zwischen 20:00 und 22:00 Uhr?

Basis: n= siehe oben, Befragte, die das Format zumindest hin und wieder gucken

=> Besonders Formate wie Wissenschaftsmagazine und Dokumentationen über Geschichte, Kultur und Länder wünschen sich die Befragte mehr zu besten Sendezeit.

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Frage 7:

Zeichnen sich die eben genannten Sendungen auf, um sie zu einem passenderen Zeitpunkt anzusehen?

Basis: 914 Befragte, die zumindest ein Format gucken

=> Trotz inzwischen gut ausgereifter Aufnahmetechnik schauen sich die meisten Fernsehsendungen in Echtzeit an.

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Frage 8:

Finden Sie, dass öffentlich-rechtliche Fernsehen bei der Programmgestaltung seinen Bildungsauftrag gerecht werden?

Basis: 1000 Befragte

=> Gerade mal die Hälfte der Zuschauen findet den Bildungsauftrag erfüllt, vor allem die Zuschauer ab 50 Jahre. Die Jüngeren sind da kritischer, vor allem die 30 bis 49 Jährigen.

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Studieninformationen:

  • Online Befragung in Deutschland mit insgesamt 1000 Interviews, die im Mai 2010 stattfand. Die Befragungsteilnehmer wurden aus dem Dialego Panel unter Berücksichtigung der Merkmale Alter und Geschlecht ausgewählt und per E-Mail eingeladen.
  • Die Stichprobe wurde nach Alter und Geschlecht gemäß der Verteilung der deutschen Bevölkerung quotiert.
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