Ampelkennzeichnung

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Herzlich Willkommen zu unserer Studie – Juli 2010

Thema: Ampelkennzeichnung für Lebensmittel

 

Ziel der Studie ist es, herauszufinden, ob die Verbraucher die Ampelkennzeichnung wollen. Außerdem interessierte, wie die Verbraucher nach dem EU-Entscheid gegen eine Ampelkennzeichnung zu einer Einführung auf nationaler Ebene stehen.

 

Ampelkennzeichnung für Lebensmittel

 

Bei der Ampelkennzeichnung für Nahrungsmittel handelt es sich um eine neue Kennzeichnung auf den Verpackungen von Fertiggerichten wie Pizza, Cornflakes, Limonade etc. Sie soll es dem Verbraucher leichter machen, zu erkennen, ob der Gehalt an Fett, Kohlenhydraten, Salz etc. in Nahrungsmitteln hoch, mittel oder niedrig ist. Die Kennzeichnung erfolgt in den Farben: rot=hoch, gelb=mittel und grün=niedrig – wie bei der Ampel im Straßenverkehr.

 

Einblicke in die Studienergebnisse:

Kein Zweifel: Die Verbraucher wollen eine Ampelkennzeichnung von Nahrungsmitteln. Wenn nicht auf europäischer Ebene, dann zumindest auf nationaler Ebene. Fast 90 % haben schon von der Ampelkennzeichnung gehört, 45 % verfolgen die Debatte sogar mit großem Interesse. Nur 12 % kennen die Ampelkennzeichnung nicht.

 

Die Entscheidung des Europäischen Parlaments gegen eine Ampelkennzeichnung von Nahrungsmitteln im Juni 2010 ist ganz offensichtlich nicht im Interesse der Verbraucher. Mehr als die Hälfte (56 %) findet, dass sich bei dieser Entscheidung die Lobbyisten durchgesetzt haben, 47 % vermuten, dass Brüssel bestimmte Branchen der Lebensmittelindustrie schützen möchte. 47 % sagen auch ganz klar, dies sei eine Entscheidung gegen die Verbraucher.

 

Wenn schon nicht auf europäischer Ebene, dann wollen die Verbraucher diese Kennzeichnung zumindest auf nationaler Ebene, fast drei Viertel (72 %) sprechen sich dafür aus. Verbraucher zwischen 50 und 69 Jahren sind deutlicher dafür als die Jüngeren, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Jüngeren die Debatte auch weit weniger intensiv verfolgen.

 

Was versprechen sich die Verbraucher von der Ampelkennzeichnung? Viele (72 %) können sich vorstellen, dass diese Kennzeichnung ihnen dazu verhilft, sich gesünder zu ernähren. Eine klare, einfache und verständliche Kennzeichnung wünschen sich diese Verbraucher (54 %). Es soll eine Kennzeichnung sein, die wirklich jeder versteht und über die man sich austauschen kann (50 %). Dabei kann eine einheitliche farbliche Gestaltung auf jeden Fall helfen (26 %). Fast die Hälfe dieser Verbraucher (42 %) würde von den vorwiegend mit rot gekennzeichneten Nahrungsmitteln weniger essen. Die derzeitigen Angaben auf der Verpackung stoßen bei etwa der Hälfte (48 %) der Befragten auf wenig Interesse.

 

Abzuwarten bleibt, ob die Bundesregierung zu diesem Thema bald eine Entscheidung im Sinne der Verbraucher trifft. Großbritannien macht es vor – dort wurde bereits 2006 eine Entscheidung für die Ampel getroffen.

Zur Studie:

Frage 1:

 

Haben Sie schon von der Ampelkennzeichnung für Nahrungsmittel gehört?

 

Basis: 1000 Befragte

 

 

=> Fast 90 % der Bundesbürger haben schon einmal etwa über die Ampelkennzeichnung für Nahrungsmittel gehört. Die Hälfte von ihnen verfolgt die Debatte mit großem Interesse. Nur wenigen ist die Ampelkennzeichnung unbekannt.

 

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Frage 2:

 

Lesen Sie die Nährwertangaben (z. B. Angaben über Kalorien, Fett- und Zuckergehalt) auf den Verpackungen von Nahrungsmitteln?

 

 

Basis: 1000 Befragte

 

=> Keine Überraschung: Frauen lesen eher die Nährwertangaben auf der Verpackung als Männer. Bei fast der Hälfte der Verbraucher stoßen die Angaben auf wenig Interesse.

 

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Frage 3:

 

Können Sie sich vorstellen, dass die Ampelkennzeichnung auf der Verpackung von Nahrungsmitteln Ihnen helfen könnte, sich gesünder zu ernähren?

Basis: 1000 Befragte

 

=> Fast drei Viertel der Verbraucher könnte sich vorstellen, dass ihnen die Ampelkennzeichnung dazu verhilft, sich gesünder zu ernähren. Ein klares Plädoyer für die Ampel.

 

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Frage 4:

 

Warum würde die Ampelkennzeichnung Ihnen helfen, sich gesünder zu ernähren?

Basis: 719 Befragte, die sich vorstellen können, dass ihnen die Ampelkennzeichnung dazu verhilft, sich gesünder zu ernähren, (mehrere Antworten möglich)

 

=> Eine klare, einfache und verständliche Kennzeichnung wünschen sich die Verbraucher. Von den vorwiegend rot gekennzeichneten Produkten wollen viele Verbraucher dann weniger essen.

 

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Frage 5:

 

Warum können Sie sich nicht vorstellen, dass Ihnen die Ampelkennzeichnung dabei hilft, sich gesünder zu ernähren?

Basis: 266 Befragte, die sich nicht vorstellen können, dass ihnen die Ampelkennzeichnung dazu verhilft, sich gesünder zu ernähren, (mehrere Antworten möglich)

 

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Frage 6:

 

Das Europaparlament hat sich Mitte Juni 2010 in einer Abstimmung gegen die Einführung der Ampelkennzeichnung auf europäischer Ebene entschieden. In welchem Maß würden Sie vor diesem Hintergrund den folgenden Aussagen zustimmen?

Basis: 1000 Befragte, Top2-Nennungen auf einer Skala von „Stimme zu (100 %)“ bis „Stimme nicht zu (0 %)“

 

=> Die Verbraucher sind der Meinung, dass Brüssel sich im Sinne der Lebensmittelindustrie und gegen die Interessen der Verbraucher entschieden hat. Mehr als die Hälfte macht die Lobbyisten dafür verantwortlich.

 

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Frage 7:

 

Finden Sie, dass nach Ablehnung durch das Brüsseler Parlament die Ampelkennzeichnung auf nationaler Ebene in Deutschland eingeführt werden sollte?

Basis: 1000 Befragte

 

=> Fast drei Viertel der Verbraucher sprechen sich für eine Ampelkennzeichnung auf nationaler Ebene aus. Die Älteren eher als die Jüngeren.

 

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Studieninformationen:

  • Online Befragung in Deutschland mit insgesamt 1000 Interviews, die im Juli 2010 stattfand. Die Befragungsteilnehmer wurden aus dem Dialego Panel unter Berücksichtigung der Merkmale Alter und Geschlecht ausgewählt und per E-Mail eingeladen.
  • Die Stichprobe wurde nach Alter und Geschlecht gemäß der Verteilung der deutschen Bevölkerung quotiert.
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Ein Kommentar zu “Ampelkennzeichnung

  1. Die Ampelkennzeichnung ist ein Meilenstein im Verbraucherschutz. Dank ihr ist es endlich möglich, auf einen Blick zu erkennen, wie Lebensmittel zu bewerten sind. Für eine genauere Einschätzung muss man dann zwar doch genauer hinsehen, aber für einen ersten Eindruck ist die Ampelkennzeichnung genau richtig für ein gesünderes Deutschland.

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