Nanopartikel in Nahrungsmitteln

da ich ab Januar 2011 mit den aktuellen Studien von dialegio.de gleichziehen möchte, stelle ich heute die Studie für Nov. 2010 auf meinen Blog.

Hauptsächlich auch wegen der Wichtigkeit dieser Untersuchung in der Öffentlichkeit.

Herzlich Willkommen zu unserer aktuellen Studie – November 2010

Thema: Nanopartikel in Nahrungsmitteln

Ziel der Studie ist es, herauszufinden, wie bekannt Nanopartikel in Nahrungsmitteln sind, wie gut die Verbraucher darüber informiert sind und wie hoch die Akzeptanz ist.

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/101203_6364_Banner.jpg

 

Einblicke in die Studienergebnisse:

Nanopartikel, diese kleinen Teilchen, die in der Verarbeitung von Nahrungsmitteln fast ungeahnte Möglichkeiten eröffnen, sind den Verbrauchern noch wenig bekannt. Nur 30 % der Befragten haben davon gehört. Nanopartikel können z. B. bewirken, dass Milchshakes den Geschmack verändern, je nachdem wie lange sie geschüttelt werden; Milch rot wird, wenn sie verdorben ist; ein und dieselbe Pizza nimmt einen anderen Geschmack an, je nachdem bei welcher Leistung sie in der Mikrowelle gebacken wird etc. Männer (36 %) sind übrigens sehr viel besser informiert als Frauen (25 %), wenn es um Nanopartikel geht.

Die Haltung der Verbraucher gegenüber Nanopartikeln ist ähnlich kritisch, wie gegenüber genmanipulierten Nahrungsmitteln. Die große Mehrheit (87 %) derer, die wissen, was Nanopartikel sind, erwartet,  dass Nahrungsmittel mit diesen Partikeln eindeutig gekennzeichnet  werden. Allerdings geht nur ein Drittel davon aus, dass die Kennzeichnungspflicht auch tatsächlich eingehalten wird. Fast zwei Drittel (64 %) glauben, Nanopartikel seien noch viel zu wenig erforscht, um im Nahrungsmittelbereich eingesetzt zu werden. Und mehr als drei Viertel (78 %) finden, dass heutzutage viel zu viel an Nahrungsmitteln herumlaboriert wird. Nur ein Drittel der Kenner von Nanopartikeln geht davon aus, dass sie über kurz oder lang auch in Deutschland erlaubt sein werden. Eine Bereicherung sehen nur ganz wenige (16 %) in Nanopartikeln.

Fast drei Viertel (72 %) gehen davon aus, dass es inzwischen Verfahren gibt, mit denen man nachweisen kann, dass Nahrungsmittel Nanopartikel enthalten. Allerdings besteht diese Möglichkeit derzeit noch nicht.

Wer vor der Umfrage über Nanopartikel informiert war, sieht deren Verwendung in Nahrungsmitteln wesentlich kritischer als Verbraucher, die erst während der Umfrage informiert wurden. 80 % der ersteren können sich vorstellen, ihre Essgewohnheiten zu ändern, falls Nanopartikel zunehmend in der Nahrungsmittelverarbeitung verwendet werden. Etwa, indem sie mehr Bioprodukte (50 %) / mehr Produkte beim Erzeuger  (50 %) kaufen oder auch weniger Nahrungsmittel essen, die einer umfangreichen Verarbeitung durch die Nahrungsmittelindustrie unterzogen wurden (50 %). Fast die Hälfte könnte sich vorstellen, auf Fertigprodukte wie Salatdressings, Backmischungen etc. zu verzichten. Diejenigen Verbraucher, die erst während der Umfrage über Nanopartikel informiert wurden, sind nicht in diesem hohen Maße zu Konsequenzen bereit.

 

Zur Studie:

Frage 1:

Von welchen Zusatzstoffen in Nahrungsmitteln haben Sie bereits gehört?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6364_Frage_1.jpg

Basis: 1000 Befragte (mehrere Antworten möglich)

=> Nanopartikel in Nahrungsmitteln sind noch relativ unbekannt, knapp ein Drittel der Verbraucher hat bisher davon gehört.

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Frage 2: 

Sie haben angegeben, schon einmal etwas über Nanopartikel im Zusammenhang mit Nahrungsmitteln gehört zu haben. Wie gut fühlen Sie sich darüber informiert?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6364_Frage_2.jpg

Basis: 303 Befragte, die bereits von Nanopartikeln in Nahrungsmitteln gehört haben

=> Männer sind sehr viel besser informiert als Frauen, wenn es um Nanopartikel in Nahrungsmitteln geht.

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Frage 3 :

Können Sie sich vorstellen, dass in Deutschland bereits Nahrungsmittel mit Nanopartikeln auf dem Markt sind?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6364_Frage_3.jpg

Basis: 303 Befragte, die bereits von Nanopartikeln in Nahrungsmitteln gehört haben

=> Die meisten Befragten haben die Lage richtig eingeschätzt. Derzeit sind Nanopartikel nur in wenigen Nahrungsmitteln z. B. als Streuhilfe in Salz oder Kräutern enthalten.

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Frage 4:  

Gehen Sie davon aus, dass in Deutschland Nahrungsmittel, die Nanopartikel enthalten, gekennzeichnet sind?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6364_Frage_4.jpg

Basis: siehe oben, Verbraucher, die bereits von Nanopartikeln in Nahrungsmitteln gehört haben, nur Top2-Nennungen auf einer Skala von 1= „Nein, auf keinen Fall“ bis 4= „Ja, auf jeden Fall“

=> Gerade mal ein Drittel vertraut auf die Einhaltung der Kennzeichnungspflicht. Am größten ist das Vertrauen bei den 30-49 Jährigen.

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Frage 5: 

Glauben Sie, dass es bereits Verfahren gibt, mit denen man feststellen kann, ob in bestimmten Nahrungsmitteln Nanopartikel enthalten sind?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6364_Frage_5.jpg

Basis: siehe oben, Verbraucher, die bereits von Nanopartikeln in Nahrungsmitteln gehört haben, nur Top2-Nennungen auf einer Skala von 1= „Nein, auf keinen Fall“ bis 4= „Ja, auf jeden Fall“

=> Das Vertrauen in die Möglichkeit, Nanopartikel in Nahrungsmitteln sicher nachweisen zu können, ist zwar hoch, allerdings besteht diese Möglichkeit derzeit noch nicht.

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Frage 6:  

Im Folgenden finden Sie einige Statements zum Thema Nanopartikel in Nahrungsmitteln. Inwieweit stimmen Sie diesen Aussagen zu?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6364_Frage_6.jpg

Basis: siehe oben, Verbraucher die bereits von Nanopartikeln in Nahrungsmitteln gehört haben, nur Top2-Nennungen auf einer Skala von 1= „Stimme überhaupt nicht zu“ bis 6= „Stimme voll und ganz zu“

=> Die Verbraucher erwarten, dass Nanopartikel auf der Verpackung deutlich deklariert sind. Die meisten finden den Stand der Forschung noch nicht hinreichend, um Nahrungsmitteln bedenkenlos Nanopartikel zuzusetzen.

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Studieninformationen:

  • Online Befragung in Deutschland mit insgesamt 1000 Interviews, die im November 2010 stattfand. Die Befragungsteilnehmer wurden aus dem Dialego Panel unter Berücksichtigung der Merkmale Alter und Geschlecht ausgewählt und per E-Mail eingeladen.
  • Die Stichprobe wurde nach Alter und Geschlecht gemäß der Verteilung der deutschen Bevölkerung quotiert.
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