Neue Studie Janunar 2011

Herzlich Willkommen zu unserer aktuellen Studie – Januar 2011

Thema: Bio-Nahrungsmittel – Januar 2011, Januar 2010, Dezember 2008

Ziel der Studie war es, herauszufinden, wie sich die Nachfrage nach Bionahrungsmitteln in den letzten Jahren entwickelt hat.

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Einblicke in die Studienergebnisse:

Seit 2008 stagniert der Konsum von Bio-Nahrungsmitteln. Der harte Kern, die Verbraucher, die ständig oder häufig Bio-Produkte einkaufen, ist zwar stabil (2011 – 19 %, 2010 – 18 %, 2008 – 18 %), aber die gelegentlichen Bio-Käufer sind leicht rückläufig (2011 – 21 %, 2010 – 25 %, 2008 – 26 %). Sie wandern tendenziell hin zu denen, die sehr selten Bio-Produkte kaufen. Zu berücksichtigen ist, dass zum Zeitpunkt dieser Umfrage der Dioxin Skandal bei Eiern noch nicht bekannt war.

Geht es um die Motive für den Griff ins Bio-Regal, zeigt sich die Gruppe von Verbrauchern, die angibt, Bio entspreche ihrer Lebenseinstellung, als außerordentlich stabil (2011 – 28 %, 2010 – 27 %, 2008 – 26 %). Gründe wie  „Weil sie gesünder sind“ (2011 – 40 %, 2010 – 42 %, 2008 – 46 %) oder „Weil sie besser schmecken“(2011 – 30 %, 2010 – 36 %, 2008 – 40 %) gehen deutlich zurück.

Befragt nach dem Vertrauen in bestimmte Kaufstätten, finden wir kaum Veränderungen gegenüber 2010 und 2008. Obwohl Discounter und Supermärkte schon seit geraumer Zeit ein beachtliches Bio-Sortiment vorhalten, ist das Vertrauen der Verbraucher in die Begründer der Bio-Bewegung, nämlich die Bioläden/Biosupermärkte (52 %), die Erzeuger (50 %) und die Reformhäuser (34 %) größer. Supermärkten und Discountern vertrauen nur 16  bzw. 11 %, wenn es darum geht, ob, wo Bio drauf steht, auch Bio drin ist.

Auf der Rangliste der bevorzugten Einkaufsstätten finden wir im Vergleich zu den vertrauenswürdigsten Einkaufsstätten fast eine Umkehrung der Verhältnisse. Auf Rang 1 die Supermärkte (71 %), auf Rang 2 die Discounter (56 %) und auf Rang 3 Bioladen/Biosupermarkt (29 %). Dieses Bild ähnelt dem aus den Jahren 2010 und 2008. Sicher ist die Wahl der Kaufstätte nach wie vor eine Frage des Preises oder auch der Nähe zu den jeweiligen Kaufstätten.

Erstmals in diesem Jahr wurden die Verbraucher gefragt, ob sie glauben, dass es bei Herstellern von Bio-Nahrungsmitteln ebenso viele „schwarze Schafe“ gibt wie bei den Herstellern konventioneller Nahrungsmittel. Drei Viertel antworten mit „ja“. Erstaunlich eigentlich, sind doch im Bio-Segment bisher weit weniger Skandale bekannt als bei den Konventionellen.

Befragt zum Ziel „Bio für Alle“ erklärt weit mehr als ein Drittel der Verbraucher (41 %), sich vorstellen zu können, den persönlichen Fleischkonsum um 70 % zu reduzieren, wenn das Ziel wäre: „Bio für alle zu moderaten Preisen“. Bei den Frauen sind es 51 %, die bereit wären, ihren Fleischkonsum für dieses Ziel zu reduzieren. Bei den Männern ist es nicht einmal ein Drittel (30 %). Stellt sich die Frage, ob es Frauen einfach leichter fällt, auf Fleisch zu verzichten oder ob Frauen sich immer noch in der traditionellen Rolle der Ernährerin der Familie sehen und auch den Qualitätsaspekt mehr im Blick haben.

Bio-Käufer haben erwartungsgemäß eine deutlich höhere Bereitschaft für dieses Ziel zu verzichten, als Verbraucher, die keine Bio-Produkte kaufen.

Zur Studie:

Frage 1:

Kaufen Sie Bio-Nahrungsmittel?

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Basis: 1000 Befragte in 2011, 2010 und in 2008

=>  Der Einkauf von Bio-Nahrungsmitteln stagniert seit 2008. Die Gruppe derer, die immer wieder einmal Bio kauften, wird deutlich kleiner.

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Frage 2:

Wie viele Bio-Produkte kaufen Sie, gemessen an Ihrem Nahrungsmittelbedarf?

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Basis: siehe rechts; Befragte, die zumindest gelegentlich Bio-Produkte einkaufen

=> Die Anzahl der Verbraucher, die regelmäßig Bio-Nahrungsmittel kaufen, ist seit 2008 stabil geblieben.

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Frage 3 :

Achten Sie beim Einkauf von Bio-Produkten auf das Bio-Siegel?

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Basis: siehe rechts; Befragte, die zumindest gelegentlich Bio-Produkte einkaufen

=> Bio-Siegel sind inzwischen weniger wichtig als noch 2008.

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Frage 4:

Wo kaufen Sie Bio-Produkte ein? http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6365_Frage4.jpg

Basis: siehe rechts; Befragte, die zumindest gelegentlich Bio-Produkte einkaufen, mehrere Antworten möglich

=> Der Einkauf von Bio-Produkten auf dem Wochenmarkt und direkt beim Erzeuger ist 2011 rückläufig. Alle anderen Händler sind stabil geblieben.

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Frage 5:

Warum kaufen Sie Bio-Nahrungsmittel ein? http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6365_Frage5.jpg

Basis: siehe rechts; Befragte, die zumindest gelegentlich Bio-Produkte einkaufen, mehrere Antworten möglich

=> Die Anzahl derer, die aus Gründen der Lebenseinstellung Bio essen, zeigt sich außerordentlich stabil.

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Frage 6:

In welchen Einkaufsstätten vertrauen Sie am ehesten darauf, dass Bio-Nahrungsmittel auch wirklich Bio sind?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/6365_Frage6.jpg

Basis: siehe rechts; Befragte, die zumindest gelegentlich Bio-Produkte einkaufen, mehrere Antworten möglich

=>  Auch wenn in Supermärkten und Discountern viele Bio-Produkte eingekauft werden, stehen, wenn es um das Vertrauen geht, die Bioläden und Reformhäuser viel weiter vorn.

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Studieninformationen:

  • Online Befragung in Deutschland mit insgesamt 1000 Interviews, die im Januar 2011, Januar 2010 und Dezember 2008 stattfand. Die Befragungsteilnehmer wurden aus dem Dialego Panel unter Berücksichtigung der Merkmale Alter und Geschlecht ausgewählt und per E-Mail eingeladen. Die Stichprobe wurde nach Alter und Geschlecht gemäß der Verteilung der deutschen Bevölkerung quotiert.
  • Die Stichprobe 2008 weicht im Aufbruch nach Alter leicht von denen aus den Jahren 2010 und 2011 ab. 2008 wurden auch über 70 Jährige befragt, 2010/2011 nur 14-69 Jährige. Die Ergebnisse wurden nach den Quoten von 2010/2011 gewichtet, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
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