Radio- und Fernsehgebühren 2013

Herzlich Willkommen zu unserer aktuellen Studie – Januar 2011

Thema: Radio- und Fernsehgebühren 2013

 

Ziel der Studie ist es, herauszufinden, wie viele Verbraucher über die Änderung der Radio- und Fernsehgebühren ab 01.01.2013 informiert sind und wie sie diese Änderung bewerten.

 

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/Banner_Fernsehgebuehren.jpg

Einblicke in die Studienergebnisse:

Gut findet die Hälfte der Verbraucher (51 %) die Neuregelung des Rundfunkgebühren-Modells, das ab 01.01.2013 in Kraft tritt. Längst überfällig findet ein Drittel (34 %) die pauschale Berechnung pro Haushalt. Weiß doch derzeit ohnehin kaum jemand so ganz genau, welche Geräte im Einzelnen anzumelden sind.

 

Bereits heute, 2 Jahre vor der Neuregelung der Radio- und Fernsehgebühren, sind nahezu drei Viertel der Verbraucher (72 %) darüber informiert. Nicht zuletzt durch die Thematisierung des am 15. Dezember 2010 verabschiedeten Rundfunkgebühren-Modells in den Medien. Deutlich mehr Männer (79 %) als Frauen (64 %) haben schon davon gehört und die Verbraucher ab 30 Jahre (30-49 Jahre: 76 %, 50-69 Jahre: 81 %) eher als die Jüngeren (14-29 Jahre: 52 %). Letzteres verläuft analog zur Nutzung von Radio- und Fernsehgeräten in Deutschland.

 

Zwei Drittel (65 %) der Verbraucher verdächtigen die Öffentlich Rechtlichen durch die Neuregelung ihre Einnahmen zu erhöhen, während die Öffentlich Rechtlichen selbst davon ausgehen, dass sich die Einnahmen in etwa mit den derzeitigen decken werden. Allerdings werden die Kosten für den Verwaltungsaufwand durch entfallende Kontrollen sehr deutlich reduziert.

 

Etwa ein Drittel der Verbraucher (37 %) sind allerdings noch nicht wirklich umfassend informiert über die Neuregelung, denn sie glauben, dass sie ab 2013 tiefer in die Tasche greifen müssen. Diese Einschätzung entspricht eher der weitverbreiteten Befürchtung, dass alles, was sich im Bereich Gebühren ändert, eher zu Ungunsten des Verbrauchers ausfällt. Wer derzeit alle in einem deutschen Durchschnittshaushalt befindlichen Geräte (Radio, Fernseher, PC plus Zweit- und Drittgeräte) in der tatsächlich vorhandenen Anzahl angemeldet hat, wird ab 2013 deutlich besser dastehen. Zahlt doch ab 2013 jeder Haushalt für alle Geräte pauschal 17,98 EUR, egal wie viele man betreibt. Verlierer beim neuen Rundfunkgebühren-Modell sind allerdings die Verbraucher, die nur ein Radio besitzen oder keinerlei Empfangsgerät. Das sind aber nur wenige, denn derzeit sind nur ca. 4 % der deutschen Haushalte ohne Fernseher (Statistisches Bundesamt 2009).

 

Erstaunlich viele Verbraucher empfinden es trotz Zustimmung zum neuen Gebührenmodell als ungerecht, dass diejenigen, die wirklich keine Empfangsgeräte besitzen, trotzdem zahlen müssen (59 %). Auch der Werbung hätte man mit dem neuen Gebührenmodell zu Leibe rücken müssen, findet die Hälfte der Verbraucher (50 %), man müsste sie einfach aus den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten verbannen. Ein Absinken des Programmniveaus befürchtet gerade mal ein Drittel (34 %), obwohl es nach der neuen Gebührenordnung keine Möglichkeit mehr gibt, das Missfallen am Programm durch Abmelden deutlich zu machen.

Zur Studie:

 

 

 

 

Frage 1:

 

 

Zahlen Sie derzeit Radio- und Fernsehgebühren?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/Frage_1.jpg

 

Basis: 1000 Befragte

 

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Frage 2:

 

 

Haben Sie schon davon gehört, dass die Radio- und Fernsehgebühren ab dem Jahr 2013 anders berechnet werden?

 

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/Frage_2.jpg

Basis: 1000 Befragte

 

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Frage 3 :

 

Haben Sie schon davon gehört, dass die Radio- und Fernsehgebühren ab dem Jahr 2013 anders berechnet werden?

 

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/Frage_3_01.jpg

Basis: 1000 Befragte

 

=> Deutlich mehr Männer als Frauen sind informiert und die Verbraucher ab 30 Jahre deutlich besser als die Jüngeren. Letzteres verläuft analog zur Nutzung von Radio und Fernsehen in Deutschland.

 

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Frage 4:

 

Ab dem 1. Januar 2013 wird die Radio- und Fernsehgebühr als einheitliche Pauschalgebühr von jedem Haushalt bezahlt. Was halten Sie persönlich von dieser Änderung?%

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/Frage_4_01.jpg

Basis: 716 Befragte, die bereits von der Erhöhung der Rundfunkgebühren gehört haben

 

=> Die Mehrheit der Verbraucher findet das Rundfunkgebühren-Modell, das ab 2013 in Kraft tritt, gut. Vor allem Verbraucher ab 50 Jahre.

 

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Frage 5:

 

Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zu?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/Frage_5.jpg

 

Basis: 716 Befragte, die bereits von der Erhöhung der Rundfunkgebühren gehört haben, nur Top2-Nennungen auf einer Skala von 1=„Stimme voll und ganz zu“ bis 6=„Stimme überhaupt nicht zu“

 

=> Viele Verbraucher monieren beim neuen Gebührenmodell die Ungerechtigkeit gegenüber denjenigen, die wirklich keine Empfangsgeräte haben.

 

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Frage 6:

 

Glauben Sie, dass die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten mit der neuen Regelung ab 2013 in der Summe mehr Gebühren einnehmen werden als bisher?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/Frage_6.jpg

 

Basis: 716 Befragte, die bereits von der Erhöhung der Rundfunkgebühren gehört haben

 

=>  Zwar gehen die Sendeanstalten davon aus, dass die Gebühreneinnahmen beim neuen Modell nicht höher sein werden als derzeit, dennoch geraten sie bei zwei Dritteln der Verbraucher in Verdacht durch die Änderung Mehreinnahmen zu erzielen.

 

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Frage 7:

 

 

Was glauben Sie, werden Ihre privaten Kosten für Radio- und Fernsehgebühren mit der Neuregelung günstiger oder teurer?

http://cms.dialego.de/fileadmin/dialego/panel_patenkinder/Mounika/Alle_Panelbilder/Frage_7.jpg

 

Basis: 716 Befragte, die bereits von der Erhöhung der Rundfunkgebühren gehört haben

 

=>  Mehr als ein Drittel der Verbraucher glaubt, dass sie ab 2013 für Radio- und Fernsehgebühren tiefer in die Tasche greifen müssen. Dies wird aber nur die Verbraucher treffen, die derzeit nur ein Radio oder kein Empfangsgerät angemeldet haben.

 

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Studieninformationen:

  • Online Befragung in Deutschland mit insgesamt 1000 Interviews, die im Januar 2011 stattfand. Die Befragungsteilnehmer wurden aus dem Dialego Panel unter Berücksichtigung der Merkmale Alter und Geschlecht ausgewählt und per E-Mail eingeladen. Die Stichprobe wurde nach Alter und Geschlecht gemäß der Verteilung der deutschen Bevölkerung quotiert.
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Ein Kommentar zu “Radio- und Fernsehgebühren 2013

  1. Aus der Studieninformation geht hervor, daß „per eMail“ eingeladen wurde.
    Damit ist auch klar, warum angeblich nur 4% der Bevölkerung keine Geräte zum Empfang bereit stellen würde: eben, weil diejenigen KEIN Gerät haben, und evtl. noch nicht mal über eine eMail-Adresse verfügen, mit Hilfe deren sie zur Studie eingeladen werden könnten.
    Damit ist das Untersuchungsergebnis falsch, und das moralisch hoch bedenkliche AbGEZocke ab 2013 wird somit unterstützt.

    Aus meinem Umkreis haben von 10 Personen 3 keine Empfangsgeräte, das sind 30%, die ab 2013 dann GEZ-Gebühren zahlen müssten. Die finanzielle Belastung wird dann mehr als 200,- EUR pro Jahr höher sein, was faktisch bedeutet, daß das Geld für einen ganzen Monat lang pro Jahr für den Einkauf von Nahrungsmitteln fehlen wird.

    Überall zahlt man Geld nur dann, wenn man eine Leistung dafür in Anspruch nimmt. So sehen es die Gebote vor und, bis jetzt wenigstens, auch die irdische Gesetzgebung. Sogar die Steuern zahlt man nur dann, wenn Geld eingenommen wurde, sonst nicht.

    Aber bei der neuen GEZ-Regelung ab 2013 sollen nun auch dann Gebühren für die zweifelhaften „Leistung“ eingefordert werden, die man aus diversen Gründen nicht nutzt und sogar mehr oder weniger heftig ablehnt.

    Die Idee ließe sich ja leicht ausweiten: So könnte zum Beispiel auch die Friseurinnung hergehen, ein staatlich anerkanntes Pro-Kopf-Monatsbudget pro Person zu verlangen, unabhängig davon, ob man zum Friseur geht oder nicht.
    Ebenso könnte das die Bekleidungsindustrie fordern oder die Post.

    Und DAS soll gerecht sein?
    Das stinkt ja eher wieder nach einer heftigen Schmiergeld-Affaire.

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